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Urlaubszeit

    Urlaubszeit

    (von Kirsten Pötzsch)

    URLAUBSZEIT

    Ich werde in den nächsten Wochen zu Fuß unterwegs sein. Im Schritttempo, bei jedem Wetter und mit vielen Ungewissheiten im Gepäck.
    In meinem Kopf kreisen Fragen wie:
    Wie komme ich mit der Last auf meinem Rücken zurecht?
    Wie weit kann ich gehen?
    Wie komme ich mit der Sprachbarriere zurecht?
    Bekomme ich jeden Abend ein Bett?
    Wie gehe ich mit großer Hitze oder Dauerregen um?
    …..

    Und dann, mitten in den Vorbereitungen auf diese Zeit, kommt die Erinnerung, dass ich mit der Homepage-Andacht dran bin, ins Haus geflattert - und damit der Blick auf den Monatsspruch für Juli.

    Da steht im 2. Buch Mose 33,19 (Einheitsübersetzung):

    Der Herr gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wem ich will, und ich schenke Erbarmen, wem ich will.

    Klar, denke ich, genau DIE Aussage passt zur Urlaubszeit!
    DAS ist es, worauf wir hoffen dürfen!

    Gott gibt Mose die Zusage, dass er sich ihm zu erkennen geben wird. Er wird Gott nicht in seiner wahren Gestalt sehen, das würde er auch nicht überleben, aber er wird seine Schönheit erkennen können, zumindest im Nachhinein.
    Und ich denke: ICH darf seine Schönheit erkennen - in der Landschaft, die ich durchstreife; in den Menschen, denen ich begegne; in den Tieren und Pflanzen und Steinen.
    Ich will die Augen aufhalten für die Schönheit, die an mir vorüber zieht!

    Aber in dem Monatsspruch steckt ja noch mehr drin.
    Der zweite Teil liest sich für mich erst einmal ziemlich hart. Da steht nicht: Ich gewähre Gnade und schenke Erbarmen! Da steht: wem ich will - also anders herum auch: wem ich sie verwehre, der bekommt sie nicht!
    Aber unser Gott ist allmächtig und deshalb darf ich darauf vertrauen, dass er seine Gnade und sein Erbarmen schon sorgsam und mit unendlicher Weisheit vergibt, oder ganz lapidar formuliert, dass Gott weiß was er tut.
    Also nehme ich die vielen Fragen in mir zur Kenntnis und versuche, ohne mir zu große Sorgen zu machen, die richtigen Entscheidungen zu treffen in der Gewissheit, dass es ohne Gottes Dazutun oft nicht gehen wird.

    Ich wünsche uns allen einen schönen Juli!