Von Gott getragen
(von Marco Paaries)
Von Gott getragen sein - Jesus stillt den Sturm
(Markus 5,35-41)
Die Nachrichten und Bilder aus Japan machen mich betroffen. Eine
Flutwelle, ein Erdbeben und dann auch noch die Gefahr der
radioaktiven Verseuchung. Familien und Freunde wurden
auseinandergerissen und viele haben ihr ganzes Hab und Gut
verloren. Von einem Tag auf dem anderen ist die Katastrophe über
die Menschen in Japan hereingebrochen. Bei so viel Leid, werde ich
still und fehlen mir die Worte.
Wir erleben in unserem Leben auch immer wieder Höhen und Tiefen.
Mal geht es uns richtig gut und wir könnten die ganze Welt umarmen
und mit voller Elan durchs Leben gehen. Und dann gibt es auch die
anderen Zeiten, wo wir uns ganz unten fühlen, wo wir nicht mehr
weiter wissen und wo wir das Gefühl haben das die Probleme die wir
haben, wie eine große Flutwelle über uns zusammenbrechen.
In der Bibel steht der Begriff Meer für das Unheimliche und das
Bedrohliche. Bedroht, fühlten sich auch einmal die Jünger als sie
nach einem langen Tag mit Jesus in einem Boot über den See
Genezareth fuhren. Jesus hatte es sich auf dem Boot auf einem
Kissen bequem gemacht und schlief tief und fest. Auf einmal kam ein
Sturm auf und das Boot kam richtig ins schwanken. Die Jünger, die
so viel mit Jesus erlebt hatten, bekamen große Angst. Sie weckten
Jesus und machten ihm Vorwürfe: " Ist es Dir egal, dass wir hier
alle draufgehen?" fragten sie ihn. Und Jesus antwortete: "Warum
seid ihr so furchtsam? Wo ist euer Glaube?"
Jesus stellt diese Frage, während das Boot durch ein Wellental
nach dem anderen gleitet. Wie ist das eigentlich bei mir? Immer
wenn ich Probleme habe, nicht mehr weiter weiß versuche ich die
Dinge selbst zu lösen, fühle mich eingelassen und merke das ich
nicht alleine weiterkomme. Dabei steht Jesus an meiner Seite.
Glaube heisst, daß Jesus mit Dir und mir mitgeht. Er geht mit Dir
durch jeden deiner Lebensstürme. Du bist nicht alleine unterwegs,
sondern Jesus sagt Dir zu, mit Dir durchs Leben zu gehen. Durch die
guten und die schlechten Zeiten.
Und so steht er jetzt gerade auch in Japan, bei den Menschen vor
Ort und geht mit ihnen durch diese schwere Zeit.
Die Bilder aus Japan machen mich immer noch sprachlos. Aber es
macht mir Mut zu wissen, dass wir nicht alleine unterwegs sind,
sondern das Gott jeden unserer Schritte mitgeht und uns nicht
alleine lässt.
Jugendreferent Marco Paaries