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Was wir säen

    Was wir säen

    (von Lukas Krüger)

    Sonnenblume1

     

     

    Wenn ich aus unserem Wohnzimmerfenster gucke, fällt eines sofort ins Auge. Da ist eine kleine Sonnenblume, die sich aus den Betonplatten gekämpft hat.  Wir haben sie "gesät", als wir darüber ein Vogelhaus aufgebaut haben.

     

    Im Lukasevangelium steht dazu ein schönes Gleichnis. »Ein Bauer ging aufs Feld, um seine Saat auszusäen. Während er die Körner auswarf, fiel ein Teil davon auf den Weg. Die Körner wurden zertreten und die Vögel pickten sie auf. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden. Die Körner gingen auf und vertrockneten sofort wieder, weil sie keine Feuchtigkeit hatten. Ein weiterer Teil fiel zwischen die Disteln. Die Disteln gingen mit auf und erstickten die junge Saat. Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden. Die Körner gingen auf und brachten sofort hundertfache Frucht.«

     

    Für unsere Sonnenblume sah es also eigentlich schlecht aus, weil sie ja auf eher unfruchtbaren Bodengefallen ist. Und dann auch noch aus Versehen, ganz nebenbei.  Für die gute Botschaft, von der Jesus hier eigentlich spricht, das "Evangelium", das größte Geschenkt unseres Gottes, sieht es auf den ersten Blick auch oft schlecht aus. So viele Menschen, denen wir das Evangelium so gern nahebringen möchten. Anscheinend so wenig Anklang.

     

    Und doch hat die Sonnenblume es geschafft. Denn letztendlich ist es doch Gott, der wachsen lässt. Blumen, Menschen, einfach alles. Wir können unser bestes dazutun, aber was wächst schon unter Druck? Ich habe gelernt, dass ich ein besserer "Glaubensgärtner" bin, wenn ich nicht versuche, von meinem Glauben zu überzeugen, sondern durch mein Leben die Zuversicht zeige, dass ein Leben mit Gott ein besseres ist. Ich kann mein bestes dazutun, aber wachsen lässt Gott.