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Was waere wenn ...

    Was waere wenn ...

    (von Christian Fischer)

    Was wäre, wenn …

     

    Mit diesen drei Worten beginnen viele Gedanken und Tagträume, wenn man mal wieder merkt, dass der Tag anders gelaufen ist als geplant. Vielleicht auch weil der Ärger über etwas, was das schief gelaufen ist, noch tief sitzt und da nur dieser eine sehnlichste Wunsch ist: Genau das, was so ärgert soll anders, erträglicher, schöner sein und am besten überhaupt kein Problem.

    Ich glaube, jeder von uns kennt diese Gedanken nur zu gut. Ja, und manchmal tut ein bisschen wirklich gut und ist eine schöne Ablenkung, frei nach dem Motto:

     

    Was wäre, wenn ich auf einmal im Lotto gewinnen würde …

    Was wäre, wenn mein Chef mir auf einmal sagen würde, ich bekomme eine fette Gehaltserhöhung...

    Was wäre, wenn meine Kinder endlich mal aufhören würden zu zanken und es endlich mal friedlich am Abendbrotstisch zu gehen würde ….

     

    Die Liste lässt sich natürlich ganz individuell in alle Richtung mit fast jedem Wunsch erweitern doch sie alle haben eins gemeinsam: Zu dem Zeitpunkt, wo wir davon träumen liegt das, was wir eigentlich gerne hätten in weiter Ferne und erscheint uns nicht greifbar.

    Es drückt eine Sehnsucht aus, nach dem was wir gerne hätten, zeigt aber vielleicht aber auch ein Stück weit unsere innere Unruhe oder Unzufriedenheit in der Jetztsituation. Denn warum sollte ich von etwas träumen, wenn ich mit dem, wo ich jetzt stehe eigentlich grundsätzlich zufrieden bin …?

    Auch wenn sicher der ein oder andere Tagtraum nicht so ganz ernst gemeint ist, so kann es aber auch unerfüllte Träume geben, die beim Träumen nur noch unzufriedener machen, weil sie einen in eine Scheinwelt führen, die eben nicht mit dem zu tun hat, wie die eigene Realität gerade aussieht.

     

    Doch was wäre eigentlich, wenn auch das, wo ich mich hier und jetzt befinde erfüllt und gefüllt sein kann mit guten Dingen, so dass ich mich vielleicht gar nicht mit dem Blick auf unerreichbare Träume ablenken muss? Ja, was wäre wenn es einen Traum geben könnte der für jeden einzelnen ganz konkret erlebbar und real werden kann? Unmöglich …?

    Vielleicht, wenn unser Traum nur aus Höher, Schneller und Weiter besteht. Doch was, wenn wir unsere Träume, Wünsche und Vorstellungen dem anvertrauen, der uns besser kennt als wir uns selbst und es für möglich halten dass ein glückliches, zufriedenes, beschenktes Leben auch ohne 5 Autos, Managergehalt uvm. möglich ist? Was, wenn wir uns trauen es für möglich zu halten, dass Gott in unserem Leben wirken will und kann …? Was, wäre wenn wir folgendem Vers glauben schenken:

     

    Ich kann viel mehr tun, als du dir vorstellen kannst. (Epheser 3,20)

     

    Wäre es dann nicht so, dass wir nur gewinnen können? Was verlieren wir, wenn wir unser Leben jedem Tag (gerade auch an den schlechten) von neuem dem hin werfen, der mir zusagt:

     

    Denn ich sorge für alle deine Bedürfnisse. (Matthäus 6,31-33)

     

    Ja, das wäre was oder …?

     

    Die Frage ist also, will ich lieber weiter meinen Tagtraum träumen und mich ärgern das vieles so nicht klappt oder lege ich meine Träume in seine Hände und lasse mich darauf ein diesen Traum mit ihm zu leben, fest in dem Wissen, das Er mich täglich segnen will und wird und das ohne WENN und ABER.

     

    Genial, oder?

     

    Denk doch mal drüber nach, ob du von einem Leben träumen willst oder (s)einen Traum leben willst. Es lohnt sich.