von Jannis Schoger

Wer von euch war schon mal in einem Labyrinth? Im Sommer kann man zum Beispiel häufig ein Maislabyrinth besuchen. Man geht da rein und versucht nach seinen eigenen Instinkt und meist ohne Hilfe wieder heraus zu finden.
Wie schön es ist, wenn man endlich aus diesen meterhohen, chaotischen Wegen, mit mehreren Abzweigungen und Sackgassen, einen Ausweg gefunden hat.
Um sich jedoch in einem Labyrinth zurecht zu finden begegnen einem folgende zwei Fragen:

Wo stehe ich und wo will ich hin?

Stehst du am Eingang des Labyrinthes, dann ist deine Aufgabe, dich zunächst einmal in das Labyrinth hinein zu trauen, mit dem Vorwissen, es kann ein schwieriger Weg werden.

Hast du den Mut dich auf dieses Abenteuer einzulassen?

Wenn du im Labyrinth stehst, stellt sich die Frage, welchen Weg soll ich jetzt eigentlich gehen? Gibt es eigentlich schnellere Wege oder sogar eine Abkürzung. Wo muss ich hin, wenn ich mal nicht weiter weiß oder in einer Sackgasse stehe. Wie weit bin ich überhaupt vom Ziel entfernt?

An jeder Abzweigung musst du dich entscheiden, welchen Weg du gehen willst.
So ein Labyrinth lässt sich sehr gut mit unseren Leben und auch unserem Glauben vergleichen. Immer wieder kommen wir an den Punkt an dem wir uns entscheiden müssen.
Gehe ich den Weg des geringsten Wiederstandes und gehe symbolisch um den Berg herum oder nehme ich den etwas schwierigeren Weg und gehe über den Berg?
Möchte ich heute etwas mit meinen Freunden machen oder mache ich heute mal halblang, weil ich die ganze Woche noch nicht zur Ruhe gekommen bin.
Möchte ich eine Ausbildung machen oder gehe ich lieber doch studieren. Solche und noch viel mehr Entscheidungen sind Entscheidungen die jeder treffen muss. Und das kann mit der Zeit ganz schön anstrengend sein!
Bei einem Maislabyrinth handelt es sich nur um ein Spiel und man kann sicher sein, dass man aus dem Labyrinth wieder herausfindest. Aber im Labyrinth des Lebens, mit all seinen Facetten und Entscheidungen, finden sich viele nicht zurecht bzw. tuen sich oftmals schwer.
Zumindest geht es mir immer mal wieder so.
Es gibt leichte Entscheidung und es gibt schwierige und sogar unangenehme Entscheidungen. Und trotzdem muss man sie treffen und mit den Konsequenzen leben.

In der Bibel gibt es einen schönen Vers, der uns ermutigen soll Entscheidungen zu treffen! Er steht in Matthäus 7, 13-14 nach der HFA Übersetzung:
„Geht durch das enge Tor! Denn das Tor zum Verderben ist breit und der Weg dorthin bequem. Viele Menschen gehen ihn.
Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dorthin schmal! Deshalb finden ihn nur wenige.“

Bildlich gesprochen, gibt es im Leben immer zwei oder mehrere Wege und diese sehen unterschiedlich aus. Jeder Wege unterscheidet sich vollkommen voneinander und jeder dieser Wege hat zu Beginn ein Tor, welches wir durschreiten müssen. – Eine Entscheidung die wir fällen müssen.

Wie auch die Wege, sind auch die Tore unterschiedlich und laden durch ihre Größe ein. Manch eins ist sehr prachtvoll vergoldeten, manch ein Tor eher kleiner und weniger einladend zum hindurch gehen.

Und so gibt es zwei Tore. Eins lädt durch sein wahrhaftig tolles aussehen ein. Sehr Prachtvoll und der Weg dahinter gut gepflastert und wohlmöglich leicht zu gehen.

Das andere Tor hingegen hat keine Größe und keine schönen Verzierungen.
Im Gegenteil! Es ist bezogen auf das große und imposante Tor klein und echt hässlich. Es ist eher wie eine kleine Holztür zum Durchschlüpfen an der Rückseite eines öffentlichen Gebäudes. Und der Weg sieht eher nicht begehbar aus.

Von außen betrachtet würde keiner auf die Idee kommen, durch diese kleine Türe zu gehen und sich somit für den anscheinend „nicht begehbaren“ Weg zu entscheiden. Viele wollen durch das schöne große und einladende Tor.
Doch wie gut das Jesus uns sagt, was sich hinter diesen Toren befindet. Welcher Weg uns wohin führt.
Denn anders als erwartet führt die kleine Tür ins Paradies und zur Gemeinschaft mit Gott. Das prächtige Tor hingegen ist nur eine Kulissenwand, welche sich schon wenige Meter dahinter als Eintritt in die absolute Finsternis ohne Gott entpuppt.

Jesus tut uns somit einen großen Gefallen. Er warnt uns vor dem angesagten Ziel und weist uns auf den richtigen Weg in das richtige Ziel.

In einer anderen Bibelstelle heißt es:

Verlass dich nicht auf deinen eigenen Verstand, sondern vertraue voll und ganz dem HERRN! Denke bei jedem Schritt an ihn; er zeigt dir den richtigen Weg und krönt dein Handeln mit Erfolg. (Sprüche 3, 5-6)

Egal welchen Weg man geht, welche Tür man durchschreitet, welche Entscheidung man fällt oder in welcher Lebenssituation man ist,
Jesus möchte uns in unserem Leben und auf unserem persönlichen Weg begleiten.

Er möchte uns den richtigen Weg zeigen, uns im Lebenslabyrinth zurecht zu finden und gute Entscheidungen zu treffen.
Und es liegt an uns ob wir die Hilfe annehmen wollen oder nicht.

Amen!